Bei der Montage einer Photovoltaikanlage gibt es zwei grundlegend verschiedene Wege. Bei der Aufdachmontage sitzen die Module über der vorhandenen Eindeckung, bei der Indachmontage ersetzen sie die Dachhaut teilweise und werden bündig in das Dach integriert. Beide Varianten haben ihre Berechtigung.
Als Meisterbetrieb aus Castrop-Rauxel beraten wir Sie ergebnisoffen, welche Montageart zu Ihrem Dach, Ihrem Budget und Ihren Ansprüchen passt. In diesem Ratgeber stellen wir beide Prinzipien gegenüber, betrachten Kosten, Optik, Ertrag und erklären, wann sich welche Lösung anbietet.
Das Prinzip der beiden Montagearten
Bei der Aufdachmontage wird eine Unterkonstruktion auf der bestehenden Eindeckung befestigt, und die Module werden mit einigem Abstand darüber montiert. Die vorhandene Dachhaut bleibt vollständig erhalten und übernimmt weiterhin den Schutz vor Witterung.
Bei der Indachmontage werden die Module dagegen in die Dachfläche eingelassen. Sie ersetzen an dieser Stelle die Ziegel oder Dachsteine und übernehmen selbst die Funktion der Dachhaut. Ein spezielles Rahmen- und Abdichtsystem sorgt dafür, dass das Dach dicht bleibt.
Beide Ansätze verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber grundlegend im Aufbau. Während die Aufdachvariante die Anlage auf das Dach setzt, macht die Indachvariante die Module zu einem Teil des Daches selbst. Daraus ergeben sich die typischen Vor- und Nachteile, die wir in den folgenden Abschnitten der Reihe nach betrachten.
Kosten im Vergleich
Die Aufdachmontage ist in der Regel die günstigere Variante. Die Unterkonstruktion ist einfacher, die Eindeckung bleibt unberührt, und der Montageaufwand ist überschaubar. Deshalb ist die Aufdachlösung die mit Abstand am häufigsten gewählte Montageart.
Die Indachmontage ist aufwendiger und damit meist teurer. Sie erfordert spezielle Systemkomponenten und mehr Arbeit, weil die Module dicht und sauber in die Dachfläche eingepasst werden müssen. Dieser Mehraufwand schlägt sich in den Kosten nieder.
Wirtschaftlich besonders interessant wird die Indachvariante, wenn ohnehin ein neues Dach ansteht. Dann entfällt ein Teil der Kosten für die klassische Eindeckung, weil die Module diese Aufgabe übernehmen. In diesem Fall relativiert sich der Preisunterschied deutlich, und die höhere Investition in das Systemmaterial wird zumindest teilweise ausgeglichen.
Optik und Gestaltung
Optisch tritt die Aufdachanlage etwas stärker in Erscheinung, weil die Module sichtbar über der Dachfläche liegen. Für die meisten Hausbesitzer ist das kein Nachteil, moderne Module wirken heute deutlich unauffälliger als frühere Generationen.
Die Indachmontage bietet ein besonders harmonisches Bild, weil die Module bündig in die Dachfläche eingelassen sind. Das Dach wirkt ruhig und wie aus einem Guss. Für gestalterisch anspruchsvolle Objekte oder bei entsprechenden Vorgaben ist das ein echter Vorteil.
Wo örtliche Bauvorschriften ein einheitliches Dachbild verlangen, kann die Indachvariante die passende Lösung sein. Ob solche Vorgaben für Ihr Gebäude gelten, klären wir im Rahmen der Beratung und beziehen es in die Empfehlung mit ein, damit es später keine bösen Überraschungen mit dem Bauamt gibt.
Ertrag und Kühlung der Module
Ein technischer Vorteil der Aufdachmontage ist die Hinterlüftung. Zwischen Modul und Dachhaut zirkuliert Luft, die die Module kühlt. Da Solarmodule bei hohen Temperaturen etwas an Leistung verlieren, wirkt sich diese Kühlung positiv auf den Ertrag aus.
Bei der Indachmontage ist die Hinterlüftung geringer, weil die Module dichter am Dachaufbau liegen. Dadurch können sie sich im Sommer stärker erwärmen, was zu leichten Ertragseinbußen führen kann. Gute Systeme mildern diesen Effekt durch durchdachte Belüftungskonzepte.
In der Praxis ist der Unterschied im Jahresertrag meist moderat und für viele Haushalte nicht ausschlaggebend. Wer den maximalen Ertrag pro Fläche anstrebt, ist mit der gut hinterlüfteten Aufdachmontage aber tendenziell auf der sichereren Seite.
Wann sich welche Variante anbietet
Für ein bestehendes, intaktes Dach ist die Aufdachmontage in den allermeisten Fällen die richtige Wahl. Sie ist günstiger, schnell umgesetzt, gut hinterlüftet und lässt die vorhandene Eindeckung unberührt. Deshalb empfehlen wir sie am häufigsten.
Die Indachmontage spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt wird oder ein besonders ruhiges Erscheinungsbild gewünscht ist. Auch bei gestalterischen Vorgaben durch die Gemeinde kann sie die passende Lösung sein.
Es gibt also keine pauschal bessere Variante. Welche Montageart für Sie sinnvoll ist, hängt vom Zustand Ihres Dachs, von Ihren gestalterischen Wünschen und von Ihrem Budget ab. Genau diese Punkte wägen wir in der Beratung gemeinsam ab und stellen Ihnen die Unterschiede so dar, dass Sie in Ruhe entscheiden können.
- ✓Bestandsdach in gutem Zustand
- ✓Dachsanierung ohnehin geplant
- ✓Wunsch nach ruhiger Optik
- ✓Örtliche Gestaltungsvorgaben
Unsere Empfehlung für Ihr Dach
In der Beratung schauen wir uns Ihr Dach genau an und klären, ob eine Sanierung ansteht, wie die Eindeckung beschaffen ist und welche optischen Ansprüche Sie haben. Aus diesem Gesamtbild leiten wir eine ehrliche Empfehlung ab, ganz ohne Verkaufsdruck.
Wir raten nicht zur teureren Variante, nur weil sie teurer ist. Für die meisten Bestandsdächer im Ruhrgebiet ist die Aufdachmontage die wirtschaftlich und technisch sinnvollste Lösung. Die Indachvariante empfehlen wir dort, wo sie echte Vorteile bringt.
Als TÜV-geprüfter Meisterbetrieb aus Castrop-Rauxel führen wir beide Montagearten fachgerecht aus. Wenn Sie unsicher sind, welche Variante zu Ihrem Dach passt, rufen Sie uns unter 02305 949 300 100 an, und wir beraten Sie in Ruhe.
Häufige Fragen
Welche Montageart ist günstiger?
Bringt die Indachmontage weniger Ertrag?
Wann lohnt sich die Indachmontage?
Ist die Aufdachanlage optisch störend?
Führen Sie beide Montagearten aus?
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