Ratgeber · Montage

Ein sicheres Dach ist die halbe Anlage

Eine Photovoltaikanlage ist nur so gut wie das Dach, auf dem sie sitzt. Bevor das erste Modul verlegt wird, muss die Grundlage stimmen: Statik, Eindeckung und Dichtigkeit. Wird hier geschludert, drohen später Feuchteschäden oder im schlimmsten Fall lose Module bei Sturm.

Als Meisterbetrieb aus Castrop-Rauxel wissen wir, dass die Dächer im Ruhrgebiet so unterschiedlich sind wie ihre Bewohner. In diesem Ratgeber erklären wir, worauf es bei der Dachmontage wirklich ankommt, von der Prüfung der Tragfähigkeit über die Unterkonstruktion bis zur sauberen Kabelführung.

Dachtypen und Eindeckung richtig einschätzen

Nicht jedes Dach ist gleich. Ob Satteldach, Walmdach oder Flachdach, ob mit Ziegeln, Betondachsteinen, Schiefer oder Blech eingedeckt, jede Variante bringt eigene Anforderungen an die Befestigung mit. Die passende Unterkonstruktion richtet sich immer nach der konkreten Eindeckung.

Bei einem klassischen Ziegeldach kommen Dachhaken zum Einsatz, die unter den Ziegeln verankert werden. Bei Blech- oder Trapezdächern werden dagegen spezielle Klemmen oder Stockschrauben verwendet. Ein Flachdach wiederum verlangt nach einer aufgeständerten Konstruktion mit Ballastierung oder Verankerung.

Wichtig ist auch der Zustand der Eindeckung. Poröse oder verwitterte Ziegel sollten vor der Montage ausgetauscht werden, denn ein Dach, das kurz vor einer Sanierung steht, ist kein guter Untergrund für eine Anlage, die zwanzig Jahre und länger halten soll. Wir prüfen die Eindeckung deshalb schon bei der ersten Begehung sorgfältig und weisen Sie offen auf Schwachstellen hin.

Die Statik muss die Last tragen

Module, Unterkonstruktion und Befestigung bringen zusätzliches Gewicht auf das Dach. Dazu kommen im Ruhrgebiet Wind- und Schneelasten. Bevor wir montieren, muss deshalb feststehen, dass die Dachkonstruktion diese zusätzlichen Kräfte dauerhaft sicher aufnehmen kann.

Bei älteren Gebäuden oder ungewöhnlichen Dachformen prüfen wir die Tragfähigkeit besonders sorgfältig. Manchmal genügt eine Sichtprüfung des Dachstuhls, in anderen Fällen ist ein statisches Fachgutachten sinnvoll, das die Reserven der Konstruktion belastbar bewertet.

Diese Prüfung ist keine Formsache, sondern eine Frage der Sicherheit. Eine überlastete Dachkonstruktion kann sich verformen oder im Extremfall versagen. Deshalb steht die Klärung der Statik bei uns immer am Anfang, bevor überhaupt ein Modul geplant wird.

Dichtigkeit hat oberste Priorität

Jede Befestigung, die das Dach durchdringt, ist eine potenzielle Schwachstelle für Feuchtigkeit. Deshalb muss jede Durchdringung sauber und dauerhaft abgedichtet werden. Bei Ziegeldächern arbeiten wir mit Dachhaken, die die Wasserführung der Eindeckung nicht stören.

Werden Ziegel für die Haken angepasst, muss das so geschehen, dass Regenwasser weiterhin ungehindert abläuft. Provisorische Lösungen mit Dichtmasse allein sind hier fehl am Platz. Eine fachgerechte Ausführung schützt die Bausubstanz über die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Gerade im regenreichen Ruhrgebiet ist die Dichtigkeit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Eine undichte Montage rächt sich oft erst nach Jahren durch Feuchteschäden im Dachstuhl. Wir legen deshalb größten Wert darauf, dass das Dach nach der Montage genauso dicht ist wie vorher.

Tipp aus der Praxis
Achten Sie darauf, dass jede Dachdurchdringung fachgerecht abgedichtet wird. Eine einzige undichte Stelle kann über Jahre unbemerkt Feuchtigkeit in die Konstruktion tragen.

Die Unterkonstruktion als tragendes Rückgrat

Auf den Dachhaken oder Klemmen ruht die Unterkonstruktion, meist ein System aus Aluminiumschienen. Sie verteilt die Lasten gleichmäßig und trägt die Module. Die Qualität und die korrekte Ausrichtung dieser Schienen entscheiden über die Stabilität der gesamten Anlage.

Die Abstände der Befestigungspunkte richten sich nach den zu erwartenden Wind- und Schneelasten. Wir dimensionieren die Unterkonstruktion so, dass sie auch bei kräftigen Sturmböen sicher hält. Die Module werden anschließend mit Klemmen fest und dennoch materialschonend fixiert.

Alle verwendeten Komponenten sollten aus korrosionsbeständigem Material bestehen und aufeinander abgestimmt sein. Ein durchdachtes Systemprodukt aus einer Hand ist deutlich verlässlicher als eine zusammengewürfelte Lösung. Das zahlt sich über die lange Betriebszeit der Anlage aus, denn eine Unterkonstruktion muss genauso lange halten wie die Module, die sie trägt.

Kabelführung und Blitzschutz

Die Gleichstromleitungen von den Modulen zum Wechselrichter müssen sorgfältig verlegt werden. Sie werden gegen Herabhängen gesichert und so geführt, dass sie nicht an scharfen Kanten scheuern. UV-beständige Kabel und passende Halterungen sind hier Pflicht.

Die Durchführung ins Gebäudeinnere muss ebenfalls sauber abgedichtet sein, damit an dieser Stelle keine Feuchtigkeit eindringt. Eine ordentliche Kabelführung ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der Betriebssicherheit und der Langlebigkeit der Anlage.

Je nach Gebäude und örtlichen Vorgaben ist zudem der Blitz- und Überspannungsschutz zu berücksichtigen. Eine fachgerechte Erdung schützt die Anlage und das Gebäude. Wir klären diese Punkte im Rahmen der Planung und führen sie normgerecht aus.

  • Kabel UV-beständig verlegen
  • Scheuerstellen vermeiden
  • Sichere Dachdurchführung
  • Erdung fachgerecht anschließen

Sicherheit auf dem Dach

Arbeiten auf dem Dach sind anspruchsvoll und nicht ungefährlich. Deshalb setzen wir konsequent auf Gerüste, Sicherungssysteme und geschultes Personal. Die Sicherheit unserer Monteure und Ihres Gebäudes steht bei jedem Arbeitsschritt an erster Stelle.

Auch das Wetter spielt eine Rolle. Bei Nässe, Frost oder starkem Wind wird auf dem Dach nicht gearbeitet, denn das Risiko für Mensch und Material wäre zu hoch. Eine seriöse Terminplanung berücksichtigt solche Unterbrechungen von vornherein und plant lieber einen Puffer ein, als überhastet bei ungünstigen Bedingungen zu arbeiten.

Als TÜV-geprüfter Meisterbetrieb aus dem Ruhrgebiet verbinden wir handwerkliche Sorgfalt mit konsequenter Arbeitssicherheit. Wenn Sie eine Montage planen, beraten wir Sie gern unter 02305 949 300 100, ehrlich und mit Blick auf Ihr konkretes Dach.

Häufige Fragen

Kann ich auf jedes Dach eine PV-Anlage montieren?
Grundsätzlich eignen sich die meisten Dächer, entscheidend sind aber Zustand, Statik und Eindeckung. Ein sehr altes oder sanierungsbedürftiges Dach sollte zuerst instand gesetzt werden. Wir prüfen Ihr Dach individuell und sagen Ihnen offen, was möglich ist.
Muss die Statik immer geprüft werden?
Die Tragfähigkeit sollte in jedem Fall beurteilt werden. Bei Standarddächern genügt oft eine fachkundige Einschätzung, bei älteren Gebäuden oder besonderen Dachformen kann ein statisches Fachgutachten sinnvoll sein, um dauerhaft auf der sicheren Seite zu sein.
Wird mein Dach durch die Montage undicht?
Bei fachgerechter Ausführung nicht. Jede Durchdringung wird sauber abgedichtet, und die Wasserführung der Eindeckung bleibt erhalten. Genau hier zeigt sich die Qualität eines Meisterbetriebs, der auf dauerhafte Dichtigkeit achtet.
Sollte ich das Dach vor der Montage sanieren?
Wenn die Eindeckung porös oder das Dach kurz vor der Sanierung ist, ja. Eine Anlage hält viele Jahre, und ein späterer Rückbau für eine Dachsanierung ist aufwendig. Es lohnt sich, beides sinnvoll aufeinander abzustimmen.
Wie werden die Module gegen Sturm gesichert?
Über eine passend dimensionierte Unterkonstruktion und geprüfte Modulklemmen. Die Befestigungspunkte werden an die örtlichen Wind- und Schneelasten angepasst. So hält die Anlage auch kräftigen Böen im Ruhrgebiet zuverlässig stand.

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