Ratgeber · Solaranlagen

Auch bei Ruhrgebiet-Wetter: mehr Ertrag als gedacht

Kaum eine Frage hören wir in Castrop-Rauxel so oft wie diese: Lohnt sich eine Solaranlage bei uns im Ruhrgebiet überhaupt, wo doch der Himmel so oft grau ist? Die Sorge ist verständlich, denn der Ruf des Reviers als sonnenarme Region hält sich hartnäckig. Doch die Wirklichkeit sieht deutlich besser aus, als viele Hausbesitzer vermuten.

Als Meisterbetrieb aus der Region installieren wir seit Jahren Anlagen auf Ruhrgebietsdächern und sehen die tatsächlichen Erträge. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen ehrlich, was Sie erwarten können, warum auch ein bedeckter Himmel Strom liefert und worauf es ankommt, damit sich Ihre Anlage rechnet.

Wie viel Sonne das Revier wirklich bekommt

Das Ruhrgebiet liegt beim Sonnenertrag im deutschen Mittelfeld, näher an den sonnigen Regionen als am Schlusslicht. Über das Jahr gerechnet erreicht die Sonneneinstrahlung Werte, die eine wirtschaftliche Stromerzeugung ohne Weiteres erlauben. Der Unterschied zu Süddeutschland ist vorhanden, aber deutlich kleiner als sein Ruf.

Wichtig ist der Blick auf das ganze Jahr statt auf einzelne graue Tage. In den ertragsstarken Monaten von März bis September fällt der Großteil der Jahresproduktion an. Ein trüber November wiegt weniger schwer, weil in dieser Zeit ohnehin nur ein kleiner Teil des Jahresertrags erzeugt wird.

Moderne Module holen aus dem verfügbaren Licht heute deutlich mehr heraus als noch vor zehn Jahren. Der technische Fortschritt hat den regionalen Unterschied weiter relativiert. Eine gut geplante Anlage im Ruhrgebiet liefert über ihre Lebensdauer Erträge, mit denen sich rechnen lässt.

Warum auch graue Tage Strom bringen

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, Solarmodule bräuchten direkten Sonnenschein. Tatsächlich erzeugen sie auch bei bedecktem Himmel Strom, denn sie nutzen das sogenannte diffuse Licht. Das ist jenes Licht, das von Wolken und der Atmosphäre gestreut wird und selbst an trüben Tagen den Boden erreicht.

An einem bewölkten Tag sinkt die Leistung natürlich, aber sie fällt nicht auf null. Je nach Bewölkung liefern die Module weiterhin einen spürbaren Anteil ihrer Nennleistung. Über viele solcher Tage summiert sich das zu einem beachtlichen Beitrag zur Jahresproduktion, der oft unterschätzt wird.

Gerade im Ruhrgebiet mit seinem häufig wechselhaften Wetter ist dieser Punkt entscheidend. Eine Anlage, die nur bei blauem Himmel Strom lieferte, wäre hier wenig sinnvoll. Weil moderne Module aber auch diffuses Licht nutzen, arbeiten sie an den vielen halbbedeckten Tagen der Region verlässlich weiter.

Tipp aus der Praxis
Achten Sie bei der Planung weniger auf Schönwetter-Spitzenwerte und mehr auf den realistischen Jahresertrag. Diese Zahl sagt mehr über den tatsächlichen Nutzen Ihrer Anlage aus.

Eigenverbrauch als Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit

Ob sich eine Anlage lohnt, hängt weniger vom letzten Prozent Sonnenschein ab als davon, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst nutzen. Jede Kilowattstunde, die Sie im eigenen Haus verbrauchen, ersetzt teuren Netzstrom. Genau darin liegt der größte finanzielle Hebel einer Photovoltaikanlage.

Wer seinen Verbrauch geschickt in die sonnenreichen Stunden legt, etwa Waschmaschine, Geschirrspüler oder das Laden des E-Autos, steigert den Eigenverbrauch spürbar. Ein Stromspeicher hilft zusätzlich, indem er den Tagesstrom für die Abendstunden verfügbar hält und so die Unabhängigkeit erhöht.

Steigende Strompreise verstärken diesen Effekt mit den Jahren. Was Sie selbst erzeugen und verbrauchen, müssen Sie nicht mehr teuer einkaufen. Deshalb rechnet sich eine Anlage im Ruhrgebiet vor allem über den Eigenverbrauch, und dieser hängt von Ihren Gewohnheiten ab, nicht allein vom Wetter.

Dach, Ausrichtung und Verschattung

Neben dem Wetter entscheidet die Beschaffenheit Ihres Daches über den Ertrag. Eine Südausrichtung liefert die höchste Jahresproduktion, doch auch Ost-West-Dächer sind gut geeignet und verteilen den Ertrag gleichmäßiger über den Tag, was dem Eigenverbrauch zugutekommt.

Die Dachneigung spielt ebenfalls eine Rolle, ist aber in einem weiten Bereich unkritisch. Wichtiger ist die Frage der Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine. Schon kleine Schattenwürfe können den Ertrag mindern, lassen sich mit der richtigen Technik aber gut abfedern.

Bei der Planung schauen wir uns Ihr Dach genau an und berücksichtigen den Verlauf der Sonne über das Jahr. So lässt sich schon vor der Installation zuverlässig abschätzen, welchen Ertrag Ihre Anlage bringen wird und ob sich einzelne Maßnahmen gegen Verschattung lohnen.

  • Süd- und Ost-West-Dächer sind gut geeignet
  • Dachneigung ist in weiten Bereichen unkritisch
  • Verschattung frühzeitig prüfen lassen
  • Diffuses Licht liefert auch bei Wolken Strom

Erfahrungen von Dächern aus der Region

Aus unserer täglichen Arbeit in Castrop-Rauxel und Umgebung wissen wir, wie Anlagen im Revier tatsächlich abschneiden. Die gemessenen Erträge liegen regelmäßig im erwarteten Bereich und überzeugen viele Kunden, die zuvor skeptisch waren, ob sich das Ganze bei dem hiesigen Wetter lohnt.

Besonders auffällig ist, wie stark der Eigenverbrauch die Zufriedenheit prägt. Haushalte, die ihren Alltag ein wenig auf die Sonnenstunden abstimmen oder einen Speicher nutzen, berichten von deutlich gesunkenen Stromrechnungen. Das graue Wetter spielt in ihrer Wahrnehmung kaum noch eine Rolle.

Diese regionale Erfahrung ist ein Vorteil, den ein Betrieb aus der Ferne nicht bieten kann. Wir kennen die typischen Dachformen des Ruhrgebiets, die üblichen Wetterlagen und wissen, worauf es bei der Auslegung ankommt, damit eine Anlage hier verlässlich arbeitet.

So finden Sie heraus, ob es sich für Sie lohnt

Ob sich eine Solaranlage für Ihr Haus rechnet, lässt sich seriös nur mit Blick auf Ihre konkrete Situation beantworten. Dach, Ausrichtung, Verbrauch und Ihre Pläne für die nächsten Jahre fließen in diese Rechnung ein. Pauschale Versprechen sind unseriös, eine ehrliche Einschätzung dagegen möglich.

Wir empfehlen, mit einer Bestandsaufnahme zu beginnen: Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch, wann fällt er an, planen Sie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe. Aus diesen Angaben und den Daten Ihres Daches ergibt sich ein realistisches Bild von Ertrag und Wirtschaftlichkeit.

Als TÜV-geprüfter Meisterbetrieb aus der Region beraten wir Sie ohne Verkaufsdruck und mit realistischen Zahlen. Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Dach leisten kann, rufen Sie uns unter 02305 949 300 100 an. Wir schauen vorbei und sagen Ihnen ehrlich, ob und wie sich eine Anlage für Sie lohnt.

Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik im Ruhrgebiet trotz des Wetters?
Ja. Das Ruhrgebiet liegt beim Sonnenertrag im deutschen Mittelfeld, und moderne Module nutzen auch diffuses Licht an bedeckten Tagen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist ohnehin weniger das Wetter als Ihr Eigenverbrauch.
Erzeugt eine Anlage auch bei Wolken Strom?
Ja, wenn auch weniger. Solarmodule nutzen das diffuse Licht, das selbst bei bedecktem Himmel den Boden erreicht. Die Leistung sinkt an trüben Tagen, fällt aber nicht auf null, und über das Jahr summiert sich dieser Beitrag spürbar.
Wie wichtig ist die Ausrichtung meines Daches?
Eine Südausrichtung liefert den höchsten Jahresertrag, doch Ost-West-Dächer sind ebenfalls gut geeignet und verteilen die Produktion gleichmäßiger über den Tag. Das kommt dem Eigenverbrauch zugute. Entscheidend ist eine individuelle Betrachtung vor Ort.
Wann fällt der meiste Ertrag an?
Der Großteil der Jahresproduktion entsteht in den Monaten von März bis September. Ein trüber November wiegt daher weniger schwer, weil in dieser Zeit ohnehin nur ein kleiner Teil des gesamten Jahresertrags erzeugt wird.
Kann ich meinen Ertrag vor der Installation abschätzen?
Ja. Anhand von Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und Ihrem Verbrauch lässt sich der zu erwartende Ertrag schon vor der Installation zuverlässig einschätzen. Wir übernehmen diese Analyse im Rahmen unserer Beratung vor Ort.

Mehr aus unserem Ratgeber: Solaranlagen, Photovoltaikanlagen, Energieberatung.

Fragen zu Solaranlagen?
Das Sonnen System aus Castrop-Rauxel berät Sie ehrlich und unverbindlich – im gesamten Ruhrgebiet. Sie bekommen eine technisch begründete Einschätzung mit Ertragsprognose in kWh, kostenlos und ohne Verkaufsdruck.

02305 949 300 100 anrufenZur Leistungsseite Solaranlagen