Ratgeber · Wallboxen

Sicher laden zu Hause – die wichtigsten Punkte

Das Elektroauto zu Hause zu laden ist bequem, günstig und im Alltag kaum zu schlagen. Damit das sicher und zuverlässig funktioniert, führt der Weg an einer Wallbox kaum vorbei. Wer sein Auto dagegen an der normalen Haushaltssteckdose lädt, riskiert überlastete Leitungen und muss lange Ladezeiten in Kauf nehmen.

Bevor Sie eine Wallbox kaufen, lohnt sich ein Blick auf einige wichtige Punkte. Als Meisterbetrieb aus dem Ruhrgebiet erklären wir Ihnen, worauf es bei Standort, Absicherung, Anmeldung und Installation ankommt und warum die Kopplung mit einer Photovoltaikanlage besonders sinnvoll ist. So sind Sie vor dem Kauf gut vorbereitet.

Warum die Haushaltssteckdose nicht ausreicht

Eine normale Steckdose ist für kurzzeitige Belastungen ausgelegt, nicht für das stundenlange Laden eines Autos mit hoher Leistung. Dabei können sich Leitungen und Steckkontakte stark erwärmen, was im schlimmsten Fall zu einer Gefahr wird. Für das regelmäßige Laden ist die Haushaltssteckdose deshalb ungeeignet.

Eine Wallbox ist dagegen genau für diese Aufgabe gebaut. Sie liefert eine höhere und stabile Ladeleistung, verfügt über eigene Schutzeinrichtungen und lädt Ihr Fahrzeug deutlich schneller. Damit ist sie nicht nur bequemer, sondern vor allem die sichere Lösung für das Laden zu Hause.

Hinzu kommt der Komfort im Alltag. Sie stecken das Auto abends an und haben morgens einen vollen Akku, ohne über Leitungen oder Ladezeiten nachdenken zu müssen. Diese Verlässlichkeit ist einer der Hauptgründe, warum sich eine feste Ladelösung für die meisten Haushalte lohnt.

Der richtige Standort für Ihre Ladelösung

Der Standort der Wallbox will gut überlegt sein. Häufig bietet sich die Garage oder der Carport an, weil das Fahrzeug dort geschützt steht und die Wege zum Hausanschluss oft kurz sind. Aber auch eine geschützte Außenwand kann ein geeigneter Platz sein, wenn das Gerät entsprechend witterungsfest ist.

Wichtig ist die Entfernung zum Zählerschrank, denn sie beeinflusst den Aufwand für die Zuleitung. Je kürzer der Weg, desto geringer sind in der Regel Aufwand und Kosten für die Verkabelung. Auch die Frage, wo Ihr Auto beim Laden steht, sollte in die Standortwahl einfließen.

Bei der Vor-Ort-Beratung schauen wir uns die Gegebenheiten genau an. Wir prüfen, wo sich die Wallbox sinnvoll anbringen lässt, wie die Leitung geführt werden kann und ob der Platz für Ihr Fahrzeug und den Ladevorgang praktisch ist. So vermeiden Sie spätere Überraschungen.

Absicherung und Schutz durch den FI-Schalter

Sicherheit hat beim Laden oberste Priorität. Eine Wallbox muss über einen geeigneten Fehlerstromschutzschalter, den sogenannten FI-Schalter, abgesichert sein. Er trennt die Verbindung im Fehlerfall und schützt so vor gefährlichen Stromschlägen. Ohne diese Absicherung darf eine Wallbox nicht betrieben werden.

Manche Wallboxen bringen bestimmte Schutzfunktionen bereits mit, andere benötigen eine zusätzliche Absicherung im Zählerschrank. Welche Lösung im Einzelfall nötig ist, hängt vom Gerät und Ihrer bestehenden Elektroinstallation ab. Diese Prüfung gehört zwingend in die Hände einer Fachkraft.

Ebenso wichtig ist, dass Ihre Hausinstallation die zusätzliche Last verträgt. Ältere Zählerschränke oder Leitungen müssen unter Umständen angepasst werden. Wir prüfen den Zustand Ihrer Elektrik im Vorfeld, damit die Wallbox sicher und normgerecht in Betrieb gehen kann.

  • Geeigneter FI-Schutzschalter ist Pflicht
  • Bestehende Elektroinstallation vorab prüfen lassen
  • Nur Installation durch eine Fachkraft ist zulässig
  • Zählerschrank muss die Last verkraften

Anmeldung, Genehmigung und Förderfähigkeit

Eine Wallbox ist beim Netzbetreiber anzumelden. Bis zu einer bestimmten Ladeleistung genügt dabei eine einfache Anmeldung, darüber hinaus ist eine Genehmigung erforderlich. Diese Formalitäten übernimmt in der Regel der ausführende Fachbetrieb für Sie, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen.

Die Anmeldung dient dazu, dass der Netzbetreiber die Belastung des örtlichen Netzes im Blick behält. Sie ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein sinnvoller Schritt, der reibungslos abläuft, wenn er von Anfang an mitgedacht wird. Ein erfahrener Betrieb kennt die Abläufe genau.

Für Wallboxen und Ladelösungen gibt es je nach Zeitpunkt und Programm verschiedene Fördermöglichkeiten, die sich immer wieder ändern. Ob und in welcher Form aktuell etwas verfügbar ist, klären wir im Beratungsgespräch. Feste Zusagen lassen sich hier seriös nicht pauschal machen.

Installation durch den Fachbetrieb

Die Installation einer Wallbox ist Arbeit an der festen Elektroinstallation und gehört ausschließlich in fachkundige Hände. Nur eine qualifizierte Elektrofachkraft darf die Zuleitung legen, die Absicherung einrichten und das Gerät anschließen. Alles andere ist nicht nur unzulässig, sondern auch gefährlich.

Ein Fachbetrieb prüft vorab die Gegebenheiten, wählt die passende Absicherung, führt die Installation normgerecht aus und nimmt die Anlage ordnungsgemäß in Betrieb. Auch die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Dokumentation gehören dazu. So haben Sie am Ende eine geprüfte und sichere Ladelösung.

Als TÜV-geprüfter Meisterbetrieb übernehmen wir diesen gesamten Weg für Sie, von der Beratung über die Installation bis zur Inbetriebnahme. Wenn Sie eine Wallbox planen, rufen Sie uns unter 02305 949 300 100 an. Wir sorgen dafür, dass Sie sicher und zuverlässig zu Hause laden.

Tipp aus der Praxis
Klären Sie schon beim ersten Gespräch, ob Ihr Zählerschrank auf dem aktuellen Stand ist. Eine eventuell nötige Anpassung lässt sich dann gleich mit einplanen.

Die Kopplung mit der eigenen Photovoltaikanlage

Besonders sinnvoll wird die Wallbox in Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Dann laden Sie Ihr Auto bevorzugt mit selbst erzeugtem Sonnenstrom, statt teuren Netzstrom zu beziehen. Das senkt die Ladekosten spürbar und erhöht den Anteil des Stroms, den Sie selbst nutzen.

Voraussetzung dafür ist eine Wallbox, die sich entsprechend steuern lässt. Sie erkennt, wann Ihre Anlage Überschuss produziert, und passt die Ladeleistung daran an. So fließt möglichst viel Sonnenstrom direkt ins Fahrzeug, ohne dass Sie eingreifen müssen.

Wer den Kauf einer Wallbox und einer Photovoltaikanlage gemeinsam plant, holt das meiste aus beiden Systemen heraus. Aber auch eine spätere Nachrüstung ist möglich. Wir beraten Sie, wie sich Ihre Ladelösung optimal mit der eigenen Stromerzeugung verbinden lässt.

Häufige Fragen

Kann ich mein E-Auto nicht einfach an der Steckdose laden?
Für gelegentliches Nachladen mag das gehen, für den regelmäßigen Betrieb ist die Haushaltssteckdose aber ungeeignet. Sie ist nicht für stundenlange hohe Lasten ausgelegt, kann sich überhitzen und lädt zudem sehr langsam. Eine Wallbox ist die sichere und schnellere Lösung.
Muss ich meine Wallbox anmelden?
Ja. Jede Wallbox ist beim Netzbetreiber anzumelden. Bis zu einer bestimmten Ladeleistung genügt eine einfache Anmeldung, darüber hinaus ist eine Genehmigung nötig. Diese Formalitäten übernimmt in der Regel der ausführende Fachbetrieb für Sie.
Darf ich die Wallbox selbst installieren?
Nein. Die Installation ist Arbeit an der festen Elektroinstallation und darf nur von einer qualifizierten Elektrofachkraft ausgeführt werden. Das betrifft die Zuleitung, die Absicherung und den Anschluss. Eine Eigenmontage ist unzulässig und gefährlich.
Welche Absicherung braucht eine Wallbox?
Eine Wallbox muss über einen geeigneten Fehlerstromschutzschalter abgesichert sein. Manche Geräte bringen Schutzfunktionen mit, andere benötigen eine zusätzliche Absicherung im Zählerschrank. Welche Lösung passt, prüft die Fachkraft anhand Ihrer Installation.
Lohnt sich die Wallbox mit einer Photovoltaikanlage?
Ja, sehr. In Verbindung mit einer eigenen Anlage laden Sie Ihr Auto bevorzugt mit selbst erzeugtem Sonnenstrom statt mit teurem Netzstrom. Eine steuerbare Wallbox nutzt dafür den Überschuss Ihrer Anlage und senkt so die Ladekosten deutlich.

Mehr aus unserem Ratgeber: Wallboxen, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher.

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